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Adventsgeflüster #16: „mankind – Die Wüstensymphonie“ von Stranger

Anfang 2018 entschloss sich der Künstler stranger dazu, in die Wüste Namib zu reisen. In der vollkommenen Isolation komponierte er an 40 Tagen 24 Klavierfraktale, aus denen er gemeinsam mit dem Filmkomponisten David Bertok die Wüstensymphonie erschaffen hat. Diese wird am 24. Mai 2020 in der Alten Kongresshalle in München uraufgeführt.

Er machte sich auf den Weg, auf der Suche nach Antworten.
Die Musik in ihm zeigte ihm, dass es keiner Fragen bedarf.
Nun ruft er die Welt auf, ihm zu folgen.
Zuhören, vertrauen, lernen. 
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So beschreibt der Künstler stranger seine musikalische Mission auf seinem YouTube-Kanal. Sein Gesicht ist nicht sichtbar, „weil Musik kein Gesicht hat – sie ist einfach da – in uns – und will hinaus in die Welt“. 40 Tage lang reiste er 2018 durch Nambib, eine Wüste an der Südwestküste Afrikas, die zum größten Teil auf dem Gebiet von Namibia sowie in Angola liegt. Auf seiner Website beschreibt stranger, wie er inmitten dieser weiten Landschaft immer wieder mit seiner Einsamkeit zu kämpfen hat. Aber auch, wie die Melodien an manchen Tagen nur so aus seinem Kopf heraussprudeln und wie seine Symphonie langsam Formen annimmt.

Mit neun Jahren begann stranger, Klavier zu spielen. Als seine Lehrerin starb, kehrte er seinem Instrument von einem auf den anderen Tag im Alter von 15 Jahren den Rücken. Doch die Liebe zum Klavier war so stark, dass stranger nach einiger Zeit wieder zu spielen begann. Eine Konzertkarriere als Pianist hätte sich der Künstler jedoch nicht vorstellen können. „Das bin ich nicht“.

„Anfang 2018 begab ich mich auf eine Reise – werde Teil davon! Am 24. Mai 2020 in München.
TICKETS: https://buff.ly/2Qs5UM5″ © Facebook / He Stranger

So wurde er zu einem Künstler, dessen Projekt stranger 2018 mit der Aktion in der Wüste Namib erste Formen annahm. Es umfasst mehrere musikalischen Aktionen – unter anderem in durchsichtigen Membran-Kuben, in denen jeweils ein Flügel steht. Diese „lichten“ Aktionen, wie stranger sie nennt, werden im Laufe einer insgesamt zwölfjährigen Reise des Künstlers stattfinden. Jeweils 40 Tage wird sich der Künstler dazu in der Wüste, im Regenwald, unter Wasser und über Eis aufhalten.

Im Anschluss an seine erste 40-tägige Aktion in der Wüste schuf er mit dem in Los Angeles lebenden Filmkomponisten David Bertok aus seinen dort entstandenen Klavier-Fraktalen eine sinfonische Fassung für großes Orchester mit über sechzig Musikern: die sogenannte Wüstensymphonie. Sie feiert am 24. Mai 2020 in der Alten Kongresshalle in München ihre Uraufführung. „Viele Parts der Symphonie klingen pastoral, europäisch, manche sogar ein wenig östlich, manche sogar ein bisschen amerikanisch“, so David Bertok. Der gebürtige Slowake wuchs in München auf und studierte anschließend klassisches Klavier an der Universität in Hamburg und Filmmusik an der University of Southern California in den USA. Derzeit arbeitet er in seiner Wahlheimat Los Angeles als Filmkomponist für Film und Fernsehen.

Lieber David: Vielen Dank für diese Videobotschaft und toi toi toi für eure Uraufführung in München im kommenden Jahr! Ich hoffe, dass es jedem einzelnen Zuschauer und jeder Zuschauerin nach eurem Konzert gelingen wird, im Sinne eures Motto #theSoundinyou wieder mehr auf ihre eigene Stimme zu hören. 


Mehr Infos zu stranger

https://stranger.org/

Stimmen zur Wüstensymphonie: https://www.youtube.com/watch?v=mLs3FqBtKeI&t=78s

Instagram @he.stranger

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