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Adventsgeflüster #19: Quiztime mit Stefanie Reinsperger

Was ich als begeisterte Theaterzuschauerin in diesen Zeiten sehr vermisse, ist die Möglichkeit, über die Vorstellung hinaus mit dem Ensemble des jeweiligen Theaters in Kontakt zu treten. Der Schauspielerin Stefanie Reinsperger geht es auf der anderen Seite genauso – höchste Zeit für ein digitales Publikumsgespräch im Rahmen meiner Adventsgeflüster-Aktion!

Steffi war 2017 die allererste Gesprächspartnerin, die ich für meinen Blog interviewte. Seither durfte ich die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger sowohl im Berliner Ensemble, wo sie seit der Spielzeit 2017/ 18 engagiert ist, als auch im Rahmen von drei Lesungen in Salzburg und in Bad Vöslau erleben.

BE Hof-Theater: „Bussi BaBaal – Einmal Bal to go“ mit Stefanie Reinsperger
© Moritz Haase

Im März 2020, kurz vor dem ersten bundesweiten Lockdown, besuchte ich Steffi im Rahmen meines mehrtätigen Berlinale-Aufenthalts im BE und sah sie dort in Antú Romero Nunes‘ Inszenierung Max und Moritz. Als wir danach zusammen in der Kantine saßen, schien die Corona-Pandemie noch sehr weit entfernt. Zwei Wochen später sollte der erste Lockdown in diesem Jahr beginnen.

Seit sie 2015 in gleich zwei Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen zu sehen war – zum einen in Robert Borgmanns Inszenierung die unverheiratete und zum anderen in der Inszenierung Die lächerliche Finsternis ihres Lieblingsregisseurs Dušan David Pařízek – hat sich Stefanie Reinsperger als eine der spannendsten, vielseitigsten Darstellerinnen im deutschsprachigen Raum etabliert. Nach der Matura studierte sie am renommierten Max Reinhardt Seminar in Wien und begann anschließend ihr erstes Festengagement am Schauspielhaus Düsseldorf. 2014/15 wechselte sie an das Burgtheater Wien, bevor sie eine Spielzeit darauf Ensemblemitglied am Wiener Volkstheater wurde. Im selben Jahr wurde sie von der Zeitschrift „Theater heute“ als „Nachwuchsschauspielerin des Jahres“ und als „Schauspielerin des Jahres“ ausgezeichnet. 2015 erhielt sie darüber hinaus den österreichischen Theaterpreis Nestroy in der Kategorie Bester Nachwuchs weiblich für ihre Darstellung in Die lächerliche Finsternis.

Stefanie Reinsperger als Titelrolle in Ersand Mondtags Inszenierung BAAL am Berliner Ensemble © Birgit Hupfeld
v.l. Kate Strong, Stefanie Reinsperger

Die Schauspielerin liebt es, Erwartungen zu brechen und den Zuschauer hinter die Fassade ihrer Figuren blicken zu lassen. Stefanie Reinspergers Buhlschaft in der Jedermann-Inszenierung der Salzburger Festspiele 2017 und 2018 war weit mehr, als ein schmückendes Beiwerk – die Schauspielerin befreite die mit vielen Klischees und Vorurteilen aufgeladene Rolle aus dem Korsett des wildes, durchtriebenen Superweibs. Und die österreichische Monarchin Maria Theresia, die bis heute vor allem mit Attributen wie Schönheit, Jugend und Hilflosigkeit in Verbindung gebracht wird, verkörperte sie in Teil 3 und 4 der hochgelobten österreichisch-tschechischen Miniserie von Robert Dornhelm als kämpferische, feministische Frau zwischen ehelicher Pflichterfüllung und politischen Ambitionen.

Nun wird Stefanie Reinsperger ab dem kommenden Jahr als die neue Hauptkommissarin Rosa Herzog im Dortmunder Tatort zu sehen sein. Mir machte diese fantastische Künstlerin an meinem Geburtstag Ende Juli das schönste Geschenk überhaupt: Gemeinsam mit dem Schauspieler Manuel Rubey sang sie im Rahmen ihrer Schwimmenden Salon-Veranstaltung in Bad Vöslau ein Ständchen für mich:

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Ein überwältigendes Erlebnis, das ich nie wieder vergessen werden.

Liebe Steffi, ich bin so unendlich dankbar, dass ich dich durch meinen Blog kennenlernen durfte und dass sich aus einer anfänglichen Bekanntschaft mit der Zeit eine Freundschaft entwickelt hat! Deine Leidenschaft für deinen Beruf fasziniert mich immer wieder aufs Neue – ich wünsche dir für das neue Jahr viele spannende Rollen und tolle Begegnungen mit anderen interessanten Künstler*innen! Alles Liebe aus München und bis hoffentlich bald wieder in Berlin! Deine Lena

Und hier sind noch einmal alle Inszenierungen aufgeführt, um die es heute in Steffis Adventsquiz ging und die hoffentlich bald wieder am Berliner Ensemble zu sehen sein werden:

Selbstbezichtigung (Regie: Dušan David Pařízek)
Der kaukasische Kreidekreis (Regie: Michael Thalheimer)
Max und Moritz (Regie: Antú Romero Nunes)
Baal (Regie: Ersan Mondtag)
Glaube und Heimat (Regie: Michael Thalheimer)
Ubu Rex (Regie: Stef Lernous)
Schwarzwasser (Regie: Christina Tscharyiski)

© Charlie Casanova

Mehr Informationen über Stefanie Reinsperger: 

https://www.agenturvogel.de/vita.php?uid=93

https://www.berliner-ensemble.de/stefanie-reinsperger

Instagram @reinspergerin


Vielen Dank für eure Spende für die Künstlerinnen und Künstler, die sich mit einem Beitrag an meinem Adventskalender beteiligen. Alle Infos zu meiner Spendenkampagne findet ihr unter:

https://www.betterplace.me/adventsgefluester-live

*Da es sich um eine private Spendenaktion handelt, kann ich leider im Anschluss keine Spendenquittungen ausstellen. Ich bitte um euer Verständnis!

Von Die Kulturflüsterin

PR-Managerin I kulturbegeistert I Theater, Film, Fernsehen, Kunst I Social Media I Digitale Geschichtenerzählerin

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