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Adventsgeflüster #24: Gebrauchsanleitung für das perfekte Geschwister-Krippenspiel

Wenn der kleine Bruder die Maria, du selbst den Joseph und die Baby Born-Puppe das Jesuskind spielt, ist das Geschwister-Krippenspiel perfekt…

Was gibt es Schöneres, als die eigenen Eltern am Weihnachtsabend mit einem mit einem selbst konzipierten Krippenspiel zu überraschen?

Man braucht dafür lediglich:

  • Einen jüngeren Bruder, der noch zu klein ist, um sich gegen die Anweisungen seiner dominanten Schwester zur Wehr zu setzen. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich in seine Rolle der heiligen Gottesmutter Maria zu fügen.
  • Ein Mastermind in Form einer großen Schwester, die wirklich ALLE Details ihres Krippenspiels im Blick hat. Sie übernimmt sowohl den Part des Joseph, als auch alle anderen Rollen im Stück, bis auf Maria.
  • Eine ausgeklügelte Dramaturgie, die es vorsieht, dass dieser Bruder nur einen einzigen Satz im gesamten Krippenspiel sagen darf. Das Risiko, dass er auch diesen vergisst, ist nämlich viel zu groß.
  • Eine Masse an Kuscheltieren als Herbergsleute. Der Vorteil: Sie sprechen nicht und nehmen alle Regieeinfälle stumm und willig zur Kenntnis.
  • Ein langer Stoffumhang als Kleid und eine Haube von Oma als Kopfbekleidung für die heilige Maria, ein angeklebter Bart für Joseph muss als Erkennungsmerkmal ausreichen.
  • Eine Baby Born-Puppe als Jesuskind. Schließlich ist es wichtig, dass der Protagonist des Krippenspiels zumindest gleich groß ist wie die vielen Herbergsväter- und Mütter.
  • Farbige Socken – Maria und Joseph war es sehr kalt auf ihre Reise von Herberge zu Herberge.
  • Wochenlange, schweißtreibende Proben, in denen der Bruder schon mal an seine Belastungsgrenze stößt, wenn die Schwester immer wieder ihr Regiekonzept ändert.
  • Zwei Eltern, die absolut nichts von den Vorbereitungen auf das große Ereignis am Weihnachtsabend mitbekommen und sich daher umso mehr über die Überraschung freuen.

Das zweite Krippenspiel ein Jahr darauf sah dann schon wesentlich professioneller aus. Aber es hatte nicht mehr ganz den Charme seines Vorgängers….
Lieber Maxi, du hattest es wirklich nicht immer leicht mit mir 😉 Aber wir beide haben heute wenigstens richtige gute Geschichten aus unserer Kindheit zu erzählen! Ich finde es sehr schade, dass ich Weihnachten heute nicht mit dir verbringen kann und wünsche dir ein erholsames Fest und schöne Tage zu Hause!
Meine lieben Eltern, unsere kreativen Einfälle konnten für euch manches Mal sehr anstrengend sein – aber an das erste von uns aufgeführte Krippenspiel erinnern wir uns bis heute alle sehr gerne zurück… Ich wünsche euch alles Gute aus Neuseeland und ruhige, frohe Weihnachtsfeiertage!
Liebe Leser meines Blogs: Heute ist der letzte Tag meiner Adventsgeflüster-Einträge. Es hat mir sehr große Freude bereitet, euch in den letzten Wochen an meinen Gedanken zum Thema Weihnachten teilhaben zu lassen! Dieser Adventskalender war aufgrund meiner Neuseeland-Reise eine große organisatorische Herausforderung – ich habe in den vergangenen Wochen quasi im Akkord an den Beiträgen geschrieben. Und nun bin ich sehr froh, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt habe 😉 Ein wunderbares Weihnachtsfest euch allen in Deutschland und überall sonst auf der Welt!

 

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