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Adventsgeflüster #4: Ein Weihnachtsgedicht auf Wienerisch von Stefanie Reinsperger

„Wos schenk I heuer“ von Trude Marzik: Ein Weihnachtsgedicht auf Wienerisch, vorgetragen von der Schauspielerin Stefanie Reinsperger!

Erst vor wenigen Wochen war Steffi Reinsperger wieder in Wien: In ihrer Instagram-Story postete sie ein Bild aus dem Café Europa, ihrem Lieblingscafé in der österreichischen Hauptstadt. Dort studierte Steffi nach ihrer Matura Schauspiel am renommierten Max Reinhardt Seminar und war von 2014 bis 2015 erst am Burgtheater und anschließend bis 2017 am Volkstheater engagiert.

„Home is where my Dutt is“: Mit dem Beginn der Intendanz von Oliver Reese wechselte Steffi Reinsperger zur Spielzeit 2017/2018 ans Berliner Ensemble, wo man sie derzeit in sehr spannenden Rollen auf der Bühne erleben kann – unter anderem als Max in Antú Romero Nunes‘ Max und Moritz-Inszenierung nach Wilhelm Busch oder als Grusche Vachnadze in Michael Thalheimers hochgelobter Interpretation von Bertolt Brechts Drama Der kaukasische Kreidekreis. Die Inszenierung wurde zum mit Abstand größten Exportschlager seit dem Beginn der Intendanz von Oliver Reese: Erst vor einigen Wochen war Steffi Reinsperger gemeinsam mit dem BE-Ensemble unterwegs auf großer Gastspiel-Tour in Kuba und China.

 

Zurück in Berlin fragt sich Steffi bestimmt wie so viele von uns auch dieses Jahr wieder in der Adventszeit: „Wos schenk I heuer“. Wie gut, dass die 2016 im Alter von 93 Jahren verstorbene österreichische Erzählerin und Lyrikerin Edeltrud „Trude“ Marzik (1923-2016) auf diese Frage die passenden Antworten parat hat. Die 1923 in Wien geborene Marzik verfasste bereits zu Schul- und Studienzeiten erste Gedichte. Ihr Anglistik- und Germanistikstudium musste sie aufgrund der Verpflichtung zum Arbeitsdienst abbrechen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Wienerin zunächst im Kabarett aktiv und widmete sich ab 1968 verstärkt ihrem literarischen Schaffen. Der Erfolg des Gedichtbands Aus der Kuchlkredenz machte sie 1971 schlagartig bekannt. In den 1970er und 1980er Jahren veröffentlichte Trude Marzik weitere Gedicht- und Prosabände wie A bissl Schwarz – A bissl Weiss, Zimmer, Kuchl, Kabinett oder Das g’wisse Alter. Und in ihrem 1973 erschienenen Erzählband Parallelgedichte übersetzte sie lyrische Werke berühmter Schriftsteller wie Johann Wolfgang von Goethe oder Rainer Maria Rilke in Wiener Mundart.

Dass sich Steffi mit „Wos schenk I heuer“ ein Gedicht von Trude Marzik für ihren Adventskalender-Beitrag auf meinem Blog ausgesucht hat, verwundert wenig: Schließlich hat die österreichische Schauspielerin denselben unnachahmlichen Wiener Charme wie die Erzählerin und Lyrikerin.

Liebe Steffi: Ich freue mich unglaublich darüber, dass du dich mit diesem wunderbaren Video an meinem diesjährigen Adventskalender beteiligst! Von ganzem Herzen vielen Dank dafür! Ich wünsche deiner Familie und dir frohe Weihnachten mit den hoffentlich passenden Geschenken 😉


Mehr Infos über Steffi Reinsperger:

http://www.agenturvogel.de/vita.php?uid=93

https://www.berliner-ensemble.de/stefanie-reinsperger

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