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Adventsgeflüster #7: Die Vorweihnachtszeit in Québec

Ein kleiner Rückblick auf mein achtmonatiges Auslandssemester in Québec 2007/2008, wo ich damals unter anderem auch die Advents- und Weihnachtszeit verbracht habe..

Wenn es in diesen Tagen in Deutschland oft zwischen 12° und 15° Celsius hat, denke ich oft an den Winter in Québec 2007 zurück. Da war es nur minimal kälter: Genauer gesagt kletterte das Thermometer zwischen November 2007 und April 2008 selten über 0°. Der von den Québecois angekündigte Kälteeinbruch im Januar jeden Jahres mit Temperaturen von unter 27° Celsius blieb 2008 glücklicherweise aus. Dafür gab es in jenem Winter Schnee in rauen Mengen. Der hielt sich so hartnäckig, dass meine Eltern, die sich im März 2008 auf einen schönen Frühlingsurlaub in Québec eingestellt hatten, auch noch in den Genuss der weißen Pracht kamen.

 

Es gab es vor allem eine Lösung, um der Kälte zu entliehen: Hinein in das nächste Restaurant und eine ordentliche Portion Poutine essen! Ja, auch ich fand Pommes mit Käse und Bratensauce zu Beginn meines Auslandsaufenthalts an der Université Laval in Québec City zunächst keine prickelnde Angelegenheit. Aber mit der Zeit habe ich diese Fast-Food-Spezialität so lieb gewonnen, dass ich gar nichts mehr anderes essen wollte. Gott sei Dank war Winter und die Mäntel weit 🙂

Verließ man das Restaurant, war das kulinarische Angebot draußen nicht unbedingt kalorienärmer. Was soll’s, es gibt schließlich kaum etwas Leckereres, als im Schnee gefrorener Ahornsirup! Die kanadische Eis am Stiel-Variante probierte ich zum ersten Mal bei einem Ausflug zu einer sogenannten „Cabane à sucre“, einer kleinen Zuckerhütte unweit von Québec City.

Ich hatte zu Beginn der Adventszeit die Befürchtung, dass ich in Québec auf meine geliebten Weihnachtsmärkte verzichten müsste. Doch das über 400 Jahre alte Stadtzentrum von Québec City verwandelte sich in ein Adventsmärchen, dessen Herz auf dem Place Jacques-Cartier schlug: Dort fand ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt statt, der europäische Tradition mit dem Lebensstil der Québecois verband. Von dem deutschen Weihnachtsmarkt in Québec City habe ich erst jetzt erfahren – er feierte 2017 sein 10-jährigem Jubiläum:

https://youtu.be/Ed3JfMhmj20

Wer in der Provinz Québec im Besitz eines Autos ist, kann sogar noch mehr Vorweihnachtsglück in der Region erleben:

In Baie-Saint-Paul verwandelt sich die gesamte Rue Saint-Jean-Baptiste in einen Weihnachtsmarkt, dessen Stände regionale Leckereien und Kunst (für die die Region bekannt ist) verkaufen: www.marchedenoelbsp.com

In Sherbrook wird ein historischer Bahnhof zum Weihnachtsmarkt umfunktioniert Und davor, inmitten eines „verwunschenen Waldes“, steht einer der größten Weihnachtsbäume des Landes, geschmückt mit 30.000 Lichtern: www.marchedenoelsherbrooke.com

Gourmets sollten die Weihnachtsmärkte in den Bergdörfern Val-David und Mont Tremblant nicht verpassen: Dort präsentieren sich dutzende lokaler Betriebe, und Köche zaubern für ihre Gäste zum Beispiel Köstlichkeiten aus Foie Gras (Stopfleber), Bisonfleisch oder Schokolade. Allerdings finden diese Weihnachtsmärkte nur an jeweils einem Wochenende im Jahr statt.

Neben dem vielen Essen habe ich es während meiner Zeit in Québec sehr genossen, ausgedehnte Schneeschuh-Wanderungen und Langlauf-Touren zu machen. Die vielen Gelegenheiten zum Wintersport kosteten meine Freunde und ich besonders in unseren Weihnachtsferien, die wir in einem Chalêt auf dem Land verbrachten, voll und ganz aus. 

Auf dem Land traf ich auch auf diese süßen Geschöpfe:

Weder meine eigenen Französisch-Kenntnisse, noch die meiner französischen Freunde reichten aus, um den Besitzer der Schlittenhunde nur im Ansatz zu verstehen. War ich froh, dass seine kleinen und großen Huskys nur wufften und nicht mit mir reden wollten 🙂 Ja, das Schlittenhundefahren mag teuer und touristisch sein: Aber es macht einfach sehr großen Spaß, sich von den Hunden durch die wunderbare Waldlandschaft ziehen zu lassen!

Zum Abschluss meiner kleinen Reise nach Québec habe ich hier noch ein Weihnachtslied des dort sehr bekannten Sängers Robert Charlebois für euch: „Marie-Noël“


Mehr Infos über Québec: 

https://www.quebecoriginal.com/fr-ca

Die Kulturflüsterin

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