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Adventsgeflüster #23: Post für dich

Ich liebe es nicht nur zu Weihnachten, Postkarten zu verschicken. In Wien wurde in diesem Jahr der Kunstpostenkarten-Verlag art postal OFFENE GESELLSCHAFT gegründet, der nicht nur außergewöhnliche Weihnachtskarten in seinem Sortiment hat…

Von dem Kunstpostenkarten-Verlag art postal erfuhr ich zum ersten Mal im Sommer diesen Jahres während meines Interviews mit der Schauspielerin Caroline Peters. Sie erzählt mir von ihrem neuesten Projekt art postal, das Sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Frank Dehner in diesem Jahr in Wien ins Leben rief.

„Wir haben immer gern Karten geschrieben. Weihnachtskarten, Geburtstagsgrüsse, kleine Geschichten aus dem Urlaub, von der Geschäftsreise, zur Aufmunterung in schweren Zeiten, ins Krankenhaus und einfach mal so zwischendurch.
Feine Botschaften erhalten die Freundschaft. Irgendwann wurde es schwerer und schwerer Karten zu finden, die dem entsprechen, was wir sonst den ganzen Tag an Bildern sehen. Wir haben angefangen in den sozialen Netzwerken und überall unseren fotografischen Blick auf uns selbst zu zeigen, schreiben noch was dazu und der Augenblick ist geteilt und versendet. Und dann gleich wieder verloren, irgendwo in den Tiefen meiner Datenbank und dem Internet-Nebel“, schreiben Frank Dehner und Caroline Peters auf der Website von art postal.

Eine Postkarte mit einem Motiv des Künstlers Andy Warhol aus der Serie „Michael Horowitz“

Auch ich selbst schreibe lange nicht mehr so viele Postkarten aus dem Urlaub oder zu Festtagen wie Weihnachten zu schicken, wie ich das früher gemacht habe. Schließlich gibt es E-mails, WhatsApp… Denkt man jedenfalls, bis man einmal wieder selbst eine Postkarte in der Hand hält. Vor allem eine solche, bei der man sofort spürt, dass sich der jeweilige Schreiber besondere Gedanken um den Inhalt seines Textes gemacht hat.

2019 feiert die Postkarte übrigens ihren 150. Geburtstag. In höheren Kreisen wurden bereits im 17. Jahrhundert Grußkarten übermittelt. Wesentlich gebräuchlicher und für die breite Bevölkerung erschwinglicher wurden die Postkarten aber durch den Einsatz von Druckmaschinen und die Einführung der Briefmarke im 18. Jahrhundert. Anfangs war auf den Karten noch kein Platz, um einen persönlichen Gruß niederzuschreiben. Es fanden lediglich die Adresse und die Briefmarke darauf Platz. Die Menschen schrieben ihren Gruß darum häufig auf die Bildseite. Das goldene Zeitalter der Postkarten brach dann im 20. Jahrhundert an, als die Rückseite geteilt wurde und ausreichend Fläche für persönliche Botschaften bot. Millionen von Postkarten wurden produziert und nach Europa und in die USA versandt.

Eine Postkarte aus der Serie „Von Ah nach Beh“„Geheimes“, „Schnee“, „LIEBE“, „Maria hilf“ oder „Grabenlüster“ sind die Titel der beeindruckenden WEIHNACHTS Collection von art postal in diesem Jahr. Diese Momentaufnahmen sind wie die Spuren im Schnee auf einer der Postkarten: Sie hinterlassen auf den ersten Blick einen flüchtigen, aber auf den zweiten einen sehr intensiven und nachhaltigen Eindruck bei ihrem Betrachter.

Diese zwei schönen Bilder von dem Weihnachtsbaum im Atelier und der Verlagszentrale von art postal in Wien haben mir Frank Dehner und Caroline Peters übrigens für meinen Adventsgeflüster-Beitrag geschickt:

Statt dem Atelier unbedingt einmal einen Besuch ab, wenn ihr in der nächsten Zeit in Wien seid!


art postal OFFENE GESELLSCHAFT Atelier & Verlagszentrale
Margaretenstraße 47/1a1040 Wien

https://art-postal.com
hallo@art-postal.com

Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr

Facebook @art postal ap

Instagram @ap.artpostal

Die Kulturflüsterin

PR-Managerin I kulturbegeistert I Theater, Film, Fernsehen, Kunst I Social Media I Digitale Geschichtenerzählerin

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