März-Kulturgeflüster

Die drei Haxn, © Hans-Peter Hösl

Nach so viel Berlinale-Stress endlich wieder ein neuer Blogeintrag mit meinen Kulturtipps für den März…

1. Die drei Haxn

Ich liebe Menschen mit verrückten Ideen – so wie Claudia Pichler, die vor wenigen Jahren begonnen hat, Akkordeon, Gitarre und Tuba zu lernen und bereits wenige Zeit später zusammen mit Anni Preuß, die sie von ihrer Arbeit beim Einlassdienst im Münchner Lustspielhaus her kannte, und Michael Well, Ex-Mitglied der legendären Biermösl Blosn, als musikalisches Trio Die drei Haxn auftrat. Ihren Bandnamen verdankt die Gruppe Gerhard Polt, dessen satirisches Oeuvre Claudia Pichler zu ihrer Doktorarbeit ( “Fremdheit bei Gerhard Polt”) und zu einem Polt’schen Konversationslexikon inspirierte.

Mit vielen Instrumenten und großem Elan sind die experimentierfreudigen Haxn seit 2015 auf kleinen Brettlbühnen im bayerischen Raum zu erleben – zum Beispiel mit ihrem Programm „Mehr Fleisch!“ am Freitag, 23.3.18, im Gut Staudham in Wasserburg.

LandWirtschaft im Gut Staudham
Münchner Straße 30
83512 Wasserburg a.Inn

Freitag, 23.3.18
20 Uhr 

Tickets gibt es unter: https://www.brotzeitundspiele.de/events/die-drei-haxn-wasserburg/

Mehr Infos über die drei Haxn findet ihr hier: https://www.diedreihaxn.de/


2. Das Arcis Saxophon Quartett

In der Münchner Arcisstrasse – genauer gesagt an der Hochschule für Musik und Theater – wurde 2009 ein außergewöhnliches Kammermusikensemble gegründet: Das Arcis Saxophon Quartett. Seit Beginn an sind Claus Hierluksch (Sopransaxophon) und Ricarda Fuss (Altsaxophon) Teil des Ensembles, dessen Repertoire Bearbeitungen älterer Werke ebenso umfasst wie Kompositionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert und zeitgenössische, zum Teil eigens für das Quartett komponierte Musik. 2015 stieß Jure Knez (Baritonsaxophon), Ende 2016 Edoardo Zotti (Tenorsaxophon) zu dem Ensemble, das mit vielen Auszeichnungen wie dem Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb Concorso Argento in Italien 2013 und dem Ersten Preis beim 1. Rising Stars Grand Prix in Berlin 2016 bedacht wurde, dazu.

Entdeckt habe ich die vier jungen Musiker auf Instagram, wo mir vor allem ihre #ViewfromStage-Bilder, mit der sie ihrem Publikum in den jeweiligen Städten nach ihren Auftritten danken, aufgefallen sind!

Dass das Ensemble nicht nur musikalisch, sondern auch auf anderen Gebieten immer wieder spannende neue Wege beschreitet, beweist es zum Beispiel mit seiner YouTube-Reihe chamberTalk, wo das Quartett regelmäßig mit interessanten Gästen über die zentralen Themen und Ideen der Kammermusik reflektiert.

Am 16.03. könnt ihr das Arcis Saxophon Quartett um 20 Uhr live in der Allerheiligen-Hofkirche (Residenzstraße 1) erleben! Karten gibt es hier:

https://www.muenchenticket.de/guide/tickets/21711/Arcis+Saxophon+Quartett.html

Weitere Infos über das Ensemble: 

http://www.arcissaxophonquartett.de/

https://www.facebook.com/arcissaxophonquartett/

https://www.instagram.com/arcissaxophonquartett/


3. Rückenwind von vorn im Kino

Filme mit vielen improvisierten Szenen finde ich meistens anstrengend. Coming-of-Age-Geschichten begeistern mich auch eher selten. Der Grundplot des diesjährigen Eröffnungsfilms der Perspektive Deutsches Kino im Rahmen der Berlinale hört sich erst einmal wenig spektakulär an: Eine junge Frau Ende 20 weiß nicht, ob sie das Thema Familienplanung endlich aktiv angehen oder ihr bisheriges Leben ohne große Verpflichtungen und Zwänge einfach weiterführen soll. Dass dem Regisseur Philipp Eichholtz mit Rückenwind von vorn eine zauberhafte Tragikkomödie über die Schwierigkeiten und Chancen des Erwachsenwerdens gelungen ist, liegt nicht nur an der unkonventionellen Erzählweise des Films, sondern vor allem an Eichholtz‘ großartigem Cast.

Victoria Schulz als junger Lehrerin Charlie auf ihrem chaotischen, manchmal skurrilen, bisweilen auch tieftraurigen Weg der Selbstfindung begleiten zu dürfen, ist eine wahre Freude. Jede der zum Großteil improvisierten Szenen mit Aleksandar Radenković als Charlies Freund Marco, Daniel Zillmann als ihr Arbeitskollege Gerry und Angelika Waller als Oma Lisbeth hat ihre ganz eigene Kraft und Dynamik.

Es ist Philipp Eichholtz‘ unverkrampfter, humorvoller, aber auch kritischer Blick auf die Generation der Anfang 30-jährigen, der Rückenwind von vorn so sehenswert macht.

Unbedingt ab 15.03. ins Kino gehen! 

http://www.darlingberlin.de/rueckenwind-von-vorn.html

https://www.facebook.com/R%C3%BCckenwind-von-vorn-2097486623816750/

http://www.von-oma-gefoerdert.de/

Die Kulturflüsterin

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