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Fünf Jahre #Kulturflüsterei: Eine Freundin fürs Leben

Wenn man das große Glück hat, auf Instagram eine Seelenverwandte und sehr enge Freundin zu finden: Eine Hommage an Daniela, die ich in meinem ersten Jahr als „Kulturflüsterin“ 2017 kennenlernte.

2017 war das bisher stressigste Jahr in meinem fast neunjährigen Berufsleben. Mitte April 2017 war ich von der Bavaria Fernsehproduktion zu dem Münchner Independent-Filmverleih Prokino gewechselt – als erstes Großprojekt galt es für mich als Verleih-Neuling, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen eine umfassende PR- und Marketing-Strategie für Emily Atefs Drama 3 TAGE IN QUIBERON – ein herausragender Film über drei außergewöhnliche Tage im Leben von Romy Schneider – zu entwickeln.

Als meine Nervosität in Bezug auf die bevorstehende Berlinale im Februar 2018 und die dortige Weltpremiere von 3 TAGE IN QUIBERON im November 2017 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte, entdeckte ich an einem Samstagnachmittag durch Zufall ein Bild des Fotografen Robert Lebeck, auf dem er Romy Schneider 1981 in dem bretonischen Bade- und Kurort Quiberon porträtierte, im Instagram-Feed von Daniela Sistermanns. Wenige Tage bevor ich zum ersten Mal auf Daniela aufmerksam geworden war, hatte mir Instagram den Account des Marta Herford vorgeschlagen: In diesem sehr spannenden Museum für zeitgenössische Kunst, Design und Architektur in der nordrhein-westfälischen Stadt Herford arbeitete Daniela damals als Pressesprecherin.

Wie sich herausstellte, war sie nicht nur eine sehr versierte Kunstkennerin und -liebhaberin, sondern auch ein großer Romy Schneider-Fan. Ich erzählte Daniela, dass Prokino im Jahr 2018 einen Film mit Marie Bäumer in der Hauptrolle als Romy Schneider in die deutschen Kinos bringen würde – und ahnte damals nicht, dass aus dieser digitalen ersten Begegnung eine Freundschaft fürs Leben werden würde.

Das erste gemeinsame Foto von Daniela und mir im August 2018 in Bielefeld

Im April 2018 nahm sich Daniela extra frei, um mich am Ende der Kinotour zu 3 TAGE IN QUIBERON am Rande der Kinovorführung in der Lichtburg in Essen zu besuchen. An dieses kurze, herzliche Treffen denke ich in diesen Tagen sehr gerne zurück. Es sollte nicht lange dauern, bis wir beide uns wiedersahen: Im August 2018 lud mich Daniela zum ersten von ihr und ihren Kolleginnen organisierten Instameet im Marta Herford ein. Dort zeigte sich, dass Daniela nicht nur eine großartige Pressesprecherin war, sondern ein derart gutes Auge hatte, dass sie mit ihren Fotografie-Künsten selbst den besten Insta-Husband in den Schatten stellte.

Daniela (Mitte) und die zum ersten Instameet des Marta Herford eingeladenen Instagrammer und Blogger inmitten der begehbaren Skulptur „Everywhere“

Ihr gelang in der Ausstellung Willkommen im Labyrinth – Künstlerische Irreführungen unter anderem dieses schöne Foto von mir inmitten der Skulptur „Everywhere“ des chinesischen Künstlers Song Dong.

Ein Jahr später durfte ich im August 2019 zum wiederholten Male nach Herford reisen und die Ausstellung „Haltung&Fall“ im Marta Herford besuchen. Und Ende Januar 2020 – wenige Monate vor dem ersten Corona-Lockdown – fuhr ich ein drittes Mal nach Herford, wo Daniela im Rahmen der Ausstellung „Im Licht der Nacht – Vom Leben im Halbdunkel“ eine Autistic Disco-Nacht mit dem Schauspieler und DJ Lars Eidinger im Marta Herford initiiert und organisiert hatte.

Daniela ist eine der kreativsten, wagemutigsten und engagiertesten Pressesprecherinnen, die ich im Kulturbereich kenne. Und einer der empathischsten, witzigsten und mitfühlendsten Menschen, die mir je begegnet sind.

Uns verbindet nicht nur unsere Leidenschaft für Kunst und Kultur, sondern auch unser Interesse daran, gemeinsam fremde Städte und Länder zu erkunden. Wir waren in den vergangenen vier Jahren zusammen in Luxemburg und in Paris: Zwei sehr schöne Kurztrips, von deren Erinnerung wir in dieser momentanen reisearmen Zeit sehr zehren.

Beruflich gesehen hat es Daniela übrigens in diesem Jahr nach Karlsruhe verschlagen, wo sie seit Februar als Pressesprecherin der Kunsthalle Karlsruhe tätig ist. Wieder einmal setzt sie in der Entwicklung digitaler und analoger Kulturvermarktungskonzepte starke Akzente wie zuletzt Ende Oktober in der Abschiedswoche der Kunsthalle Karlsruhe anlässlich des Beginns der mehrjährigen Sanierungsphase zur baulichen Weiterentwicklung des Hauses.

Nachdem ich in diesem August die Gelegenheit dazu hatte, zusammen mit Daniela einen Rundgang durch die alten Ausstellungsräume der Kunsthalle Karlsruhe zu unternehmen, freue ich mich jetzt schon auf die Wiedereröffnung des Hauses, die für das Jahr 2027 geplant ist.

Liebe Daniela: Eine Freundin wie dich zu finden, ist ein riesiges Geschenk! Ich bin unglaublich froh, dass uns mein Blog beziehungsweise meine Arbeit für Prokino und Romy Schneider 2017 zusammengeführt haben. Vielen Dank für all die tollen Begegnungen in München, Karlsruhe, Luxemburg, Paris, Herford und Pfaffenhofen in den vergangenen vier Jahren. Auf die nächsten gemeinsamen Jahre und Jahrzehnte! 

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