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Interview mit der Band MaxJoseph

Die Band Maxjoseph: Georg Unterholzner, Florian Mayrhofer, Andreas Winkler und Nathanael Turban © Maxjoseph

Mit ihrer Musik ist der Band Maxjoseph das gelungen, wovon viele Ensembles träumen: Über die Jahre hinweg einen ganz eigenen, unverkennbaren Sound zu erschaffen und das Genre der Volksmusik damit vollkommen neu zu erfinden. Eine Begegnung mit den vier Musikern in München.

Im Dezember 2024 wurde ich durch einen Beitrag in der BR-Kultursendung „Capriccio“ auf die Band Maxjoseph aufmerksam. Ihre Musik – das spürte ich schon durch den Fernseher hindurch – war mehr als nur sehr schön anzuhören. Aus diesem besonderen Zusammenspiel aus Steirischer Harmonika, Geige, Gitarre und Tuba eröffnete sich für mich eine Welt aus Tönen, Farben und Stimmungen, die mein Verständnis von Musikhören um ein Vielfaches erweiterten. Dieses Gefühl, beinahe mit der Musik zu verschmelzen, hatte ich noch stärker, als ich Maxjoseph Mitte April 2025 zum ersten Mal auf der Bühne des Bergson Kunstkraftwerks sah.

Andreas Winkler (Steirische Harmonika), Florian Mayrhofer (Tuba), Nathanael Turban (Geige) und Georg Unterholzner (Gitarre) haben dem Genre der Volksmusik seit der Gründung der Band Maxjoseph im Jahr 2018 ein vollkommen neues Gesicht gegeben. Kurfürst Max Joseph III., der zu seiner Zeit als progressiv und modern galt, inspirierte das Ensemble genau so zu seinem Namen wie die Band Franz Ferdinand. Ihre Mission damals: Sich selbst den Raum und die Zeit zu geben, um die Visionen in Bezug auf die eigene Musik kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ich habe mit den vier Musikern über ihre Anfänge, die ersten Erfolge und die Freude über die Begegnungen mit ihrem Publikum gesprochen.

 

Ich war in den letzten Jahren auf sehr vielen tollen Konzerten: Aber selten hat man als Zuhörerin das Gefühl, sich mit den Musikern auf der Bühne derart verbunden zu fühlen, wie ich das Mitte April bei eurem Konzert im Bergson Kulturkraftwerk getan habe.

Florian: Es freut uns sehr, dass du das so wahrgenommen hast! Wir haben unsere Art und Weise, mit dem Publikum zu interagieren, mit der Zeit immer weiterentwickelt. Am Anfang wollte zum Beispiel niemand von uns wirklich gerne moderieren.

Tatsächlich? Heute teilt ihr euch eure Bühnenmoderation ja sehr demokratisch untereinander auf.

Florian: Mit der Zeit haben wir immer mehr gemerkt, welche Texte bei unseren Zuhörer:innen gut ankommen – und dass es auch wichtig ist, dass man von jedem von uns etwas mehr über unsere Stücke erfährt. Ich glaube, dass es für das Publikum vor allem schön ist, ein Gefühl für diesen ganz speziellen Maxjoseph-Sound zu bekommen während der Konzerte.

Als Zuhörer erlebt man eine Mischung aus Konzentration, Harmonie und Lockerheit auf der Bühne, die ein großes Glücksgefühl in einem auslöst.

Florian: Das liegt glaube ich daran, dass jeder von uns die Freiheit hat, auf der Bühne genau das zu tun, was er am besten kann. Ich zum Beispiel bin ausgebildeter Orchestermusiker – und lasse bei Maxjoseph wirklich alles einfließen, was ich im Rahmen meiner musikalischen Ausbildung im klassischen und im Jazz-Bereich gelernt habe. Diese Freiheit, die wir beim Spielen auf der Bühne spüren, führt dazu, dass bei uns auch nie Langeweile aufkommt – auch wenn wir unser aktuelles Programm über einen längeren Zeitraum hinweg fast jeden Abend spielen.

Andreas: Da zwischen uns keine Hierarchie auf der Bühne herrscht, fällt es uns leicht, auch während unserer Moderationen natürlich zu agieren. Weil es sich ganz natürlich für uns anfühlt, dass jeder von uns auch auf der kommunikativen Ebene direkt mit dem Publikum in Kontakt kommt.

Lief euer Bandgründungsprozess ähnlich demokratisch ab oder kam die Initiative dazu hauptsächlich von dir, Andreas? 

Andreas: Ich habe tatsächlich schon früh versucht, selbst Stücke für die Steirische Harmonika zu schreiben. Denn mein Ziel war es immer, nach dem Studium nicht ausschließlich 5 Tage die Woche zu unterrichten. Flo und ich haben damals zusammen an der Hochschule für Musik und Theater in München studiert – zusammen mit Josef Steinbacher, der lange Zeit als zweites Bandmitglied an der Steirischen Harmonika Teil von Maxsoseph war.

Wie offen war man zu eurer Studienzeit im Bereich Volksmusik für musikalischen Wagemut und Experimente?

Andreas: Volksmusik zu studieren bedeutete zum Zeitpunkt meines Studiums natürlich auch, Kurse in Volkstanz zu belegen oder in den Gesangsstunden etwas über die Kunst des Volkslieds zu lernen. Das Schöne an meinem Instrument ist, dass es so vielseitig ist. Ich hatte Dozenten, die sehr klassisch unterwegs waren – dann aber wiederum auch Dozenten wie Alexander Maurer, der viel Wert gelegt hat, dass man über den eigenen Tellerrand schaut und sich zum Beispiel im Bereich Jazz ausprobiert.

Georg: Ich habe klassische Gitarre studiert und es gibt wirklich nur wenige klassische Gitarristen weltweit, die mit diesem Instrument erfolgreich als Solisten ihr Geld verdienen. Somit war ganz klar, dass mein Studium vor allem darauf ausgerichtet war, dass ich danach selbst unterrichte. Ich bin vor allem an die Musikhochschule gegangen, um mein Netzwerk zu erweitern, was sehr gut funktioniert hat.

Ihr habt euch ja 2018 gegründet. Zwei Jahre später machte die Corona-Pandemie das gemeinsame Auftreten erst einmal unmöglich.

Florian: Wir haben die Corona-Zeit tatsächlich sehr gut und intensiv genutzt, um uns musikalisch weiterzuentwickeln. Damals habe ich in Trudering gewohnt und hatte meinen Probenraum im Keller unseres Nachbarhauses. Wir haben uns einfach wann immer es möglich war zum gemeinsamen Proben getroffen.

Andreas: Jede Lockerung der Corona-Maßnahmen haben wir dafür verwendet, die Veröffentlichung unserer ersten CD „Neue Welt“ zu planen. Nachdem wir den Release zweimal verschieben mussten, hat es im dritten Anlauf endlich geklappt!

Florian: An unser Release-Konzert im Januar 2021 im Kramerwirt Arzbach in Anwesenheit von 10 Leuten erinnere ich mich sehr gerne zurück. Assunta Tammelleo, die dortige Chefin, hat damals auf ein Blech geschlagen, damit es sich nach mehr Applaus anhört (lacht).

Eure Musik lässt sich nicht so einfach einem konkreten musikalischen Genre zuordnen. War es zu Beginn eurer gemeinsamen Zeit eine Herausforderung, diesen ganz besonderen Maxjoseph-Sound zu kreieren? 

Florian: Ganz am Anfang haben wir einige Songs gecovert – vor allem aus dem Jazz-Bereich. Es ist einfach sehr schwer, zu Beginn alles aus dem Boden zu stampfen.

Andreas: Es war uns aber von vornherein klar, dass wir eigentlich unsere eigenen Songs auf der Bühne spielen wollen. Wir haben uns einfach die Zeit genommen, an unserem eigenen Klang zu arbeiten.

Kann man die Corona-Zeit also eine Art Startschuss für eure musikalische Weiterentwicklung bezeichnen?

Georg: Ja, aber da kam noch etwas ganz Entscheidendes hinzu: Erst in der Interaktion mit dem Publikum hat sich gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit unserer Musik.

Florian: Am Anfang haben wir sehr viel herumexperimentiert, wie das eigene Instrument im Zusammenhang mit den anderen Instrumenten in der Band klingt. Denn was für mich als Tubisten leicht ist, kann zum Beispiel für die Steirische Harmonika eine große Herausforderung sein und umgekehrt.

Lasst ihr eure Konzerte eigentlich öfter mitschneiden wie im April im Bergson?

Nathanael: Das ist eher selten, aber wir fanden es alle wunderbar. Mich hat es wirklich fasziniert, wie unsere Musik live gespielt klingt. So sehr ich unsere CD-Aufnahmen schätze, so sehr glaube ich auch, dass wir im Grunde unseres Herzens eine Band sind, die man live auf der Bühne erleben sollte.

Florian: Ich sage das mit vollem Stolz, dass MaxJoseph eine Live-Band ist! Denn als Studio-Band kann man viel tricksen.

Was ich an Maxjoseph so faszinierend finde, ist, dass man trotz eurer individuellen Konzertgestaltung immer das Gefühl hat, dass die Musik bei euch voll und ganz im Vordergrund steht.

Florian: Gerade was die Moderation angeht, haben wir lange an einem Konzept gefeilt, das jeden von uns gleichberechtigt in einen Konzertabend einbindet. Auch im technischen Bereich haben wir natürlich als Berufsmusiker spezielle Anforderungen. Es ist meiner Meinung nach vor allem wichtig, dass man voll und ganz hinter dem steht, was man auf der Bühne macht. Und keine Attitüden an den Tag legt.

Habt ihr euch am Anfang viel darüber unterhalten, was euch als Musiker ausmacht  und wie ihr nach außen hin auftreten wollt?

Andreas: Das ist eine interessante Frage. Es ging tatsächlich mehr darum, was wir unseren Zuhörer:innen in Bezug auf die Inhalte unserer eigenen Stücke in den Konzerten vermitteln wollen.

Florian: Eine Bekannte von mir ist Kostümbildnerin und hat tatsächlich Bühnenoutfits für eine andere Band entworfen. Ich dachte, dass das vielleicht auch eine gute Idee für Maxjoseph sein könnte.

Und wie stelle ich mir diese Bühnenoutfits von euch genau vor: Glitzerhosen oder alles in schwarz?

Georg: Weder noch: Einen Teil dieser Bühnenoutfits hatten wir tatsächlich im Bergson an. Aber mittlerweile tragen wir sie wieder in Kombination mit unserer Privatkleidung.

Florian: Am Ende darf dann doch wieder jeder selbst entscheiden, was sich für ihn am besten anfühlt (lacht).

Künstlerische Freiheit und Experimentierfreude scheint in jeglicher Hinsicht die Basis für den Erfolg von MaxJoseph zu sein. Wurdet ihr in Bezug auf die Gestaltung eurer Bühnenmoderationen von einer Person in eurem Umfeld beraten?

Nathanael: Ja, von Franziska Ball, Lehrbeauftragte für Sprecherziehung am Institut für Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater München. Das war sehr hilfreich.

Nathanael, wie bist du eigentlich nach dem Weggang von Josef Steinbacher 2023 zu Maxjoseph gestoßen?

Nathanael: Tatsächlich hat mich mein Professor Gregor Hübner angesprochen, dass Maxjoseph ein neues Bandmitglied sucht.

Florian: Es stand damals alles Mögliche im Raum: Steirische Harmonika, Bratsche… Manfred Mildenberger, bei dem wir all unsere drei Alben aufgenommen haben, meinte dann mittendrin: „Warum nicht ein Streichinstrument?“ Und so kamen wir auf die Idee, dass Andreas Kontakt zu Gregor Hübner aufnimmt.

Nathanael: Da ich privat und beruflich damals bereits gut ausgelastet war, habe ich mich vor zwei Jahren ehrlicherweise gar nicht als Teil einer Band gesehen. Aber dann habe ich Andreas getroffen und ihm ein bisschen etwas vorgespielt (lacht).

Mit Nathanaels Eintritt als neues Bandmitglied hat also noch einmal eine neue Ära für euch als Maxjoseph begonnen?

Georg: Ich finde, dass wir uns seit 2023 noch einmal weiterentwickelt haben, was den besonderen Klang unserer Band angeht. Und dass diese Neuformierung von Maxjoseph auch den Weg für unseren derzeitigen Erfolg geebnet hat.

Andreas: Es muss ja in einer Band wie unserer nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich passen.

Florian: Eine Trennung von einem langjährigen Bandmitglied fühlt sich tatsächlich ein wenig an, wie eine Beziehung zu beenden. Wenn es aber dann so gut weitergeht und immer noch besser wird, dann ist das schon eine große Erleichterung.

Andreas, du komponierst mit Abstand die meisten Stücke für euer Ensemble, oder?

Andreas: Tatsächlich ja. Selbst ein Harmonieinstrument wie die Steirische Harmonika zu spielen ist auf jeden Fall ein Vorteil als Komponist. Denn man bekommt schnell Überblick darüber, was harmonisch möglich ist.

Florian: Andi nimmt auch diejenigen Stücke, die wir drei anderen Bandmitglieder komponieren, noch einmal genau unter die Lupe. Gerade was das Thema Harmonik angeht, hat er einfach das beste Gespür.

Andreas, die Inspiration für eure Stücke findest du an den unterschiedlichsten Orten – beispielsweise im Oman, wo du eine Faszination für die Tankstellenkette „Al Maha“ entwickelt hast. Oder in der Hochschule für Musik, wo ihr täglich dem grantligen, aber herzensguten Hochschulpförter „Kreikenbaum“ begegnet seid. Notierst du dir denn immer sofort Ideen für ein neues Stück, wenn du merkst, dass dich etwas in deiner Umgebung oder ein bestimmter Mensch um dich herum zum Komponieren anregt?

Meistens mache ich mir eine Notiz in mein Handy. Das meiste aber passiert nachher daheim, wo ich auf der Steirischen Harmonika einfach Dinge ausprobiere und aufnehme. Mit der Zeit wird aus dieser Aufnahme ein Arrangement, wenn sie mir gut gefällt.

Florian: Ich finde es sehr wichtig, dass man sich Zeit lässt, wenn man ein neues Stück schreibt. Das bedeutet nicht, dass man wie einst Gustav Mahler ein eigenes Komponierhäuschen braucht, in dem man sich einschließt. Aber ich finde es gut, wenn man nicht gleich die ersten Ideen zu einer Komposition verarbeitet, sondern mit einigem Abstand noch einmal darauf blicken kann.

Nathanael: Es ist wahnsinnig spannend, wie sich unsere Stücke mit der Zeit immer weiter verändern. Jetzt, wo ich selber das erste Stück als Komponist in unser Ensemble eingebracht habe, stelle ich fest: Aus einer ersten Vorstellung, die ich hatte, kristallisiert sich im Probenprozess immer mehr ein fertiges Stück heraus. Ein Song ist übrigens bei uns nie ganz fertig und seine Interpretation kann sich im Laufe mehrerer Konzerte kontinuierlich weiterentwickeln. Ein gutes Beispiel für ein Stück von uns, das es in der aktuell gespielten Version nicht auf CD zu hören gibt, ist „Tabula Rasa“.

Im August gibt es „Tabula Rasa“ auch noch in einer Version mit Kammerorchester zu hören…

Florian: Ja, am 01. August werden wir gemeinsam mit dem Festspielorchester Camerata Vitilo des Musikfests Blumenthal auf der Bühne zu erleben sein. Die haben unser Stück für Kammerorchester arrangiert und werden wahrscheinlich im Gegensatz zu uns alles strenger nach Noten spielen müssen (lacht)!

Inwiefern hat sich euer musikalisches Profil in den vergangenen Jahren und vor allem seit dem Erscheinen der ersten CD geschärft?

Georg: Gerade was die Kompositionen angeht, habe ich das Gefühl, dass diese von vornherein immer runder klingen. Wir haben noch einen Jodler und einen Walzer in unserem Programm – ansonsten ist das restliche Programm aber sehr individuell gestaltet. Natürlich kann man Ähnlichkeiten zu verschiedenen Musikstilen in unseren Stücken finden, aber wir haben über die Jahre hinweg wirklich etwas ganz Eigenes mit unserer Musik geschaffen.

Nathanael: Ich merke, dass sich „ Maxjoseph“ mehr und mehr zu einer eigenen Marke entwickelt hat. Wir müssen nicht mehr groß erklären, was wir da eigentlich machen:  Darauf sind wir schon sehr stolz.

Ich finde eure Stücke hochkomplex und dabei trotzdem extrem gut anhörbar: Das ist die hohe Kunst des Komponierens.

Andreas: Ich glaube, Experimente muss man immer wagen, bevor man eine zu große Routine als Ensemble entwickelt. Es kommt aber meiner Meinung nach darauf an, dass immer eine gewisse Leichtigkeit bei der Interpretation der eigenen Songs mitschwingt. Und man sollte sein Publikum mit auf die Reise nehmen im Konzert, damit es eine Chance hat, Teil der eigenen Experimentierfreude zu werden.

Was waren die Hauptbedenken der Veranstalter zu Beginn eurer Maxjoseph-Zeit?

Florian: Vor allem, ob sich ein Konzertprogramm ohne Sänger oder Sängerin wirklich trägt.

Gab es in den vergangenen Jahren ein bestimmtes Konzert, bei dem ihr gemerkt habt, dass es dem Erfolg von Maxjoseph noch einmal einen besonderen Auftrieb gegeben hat?

 Andreas: Definitiv das Release-Konzert unserer neuesten CD „NAU“ im Volkstheater in diesem Jahr.

Georg: Für mich war es ein Live-Konzert im Bayerischen Fernsehen im Rahmen der Sendung „Wirtshausmusik im Hirzinger“ im November 2023. Da wurde auf einmal eine sehr breite Öffentlichkeit auf uns aufmerksam.

Florian: Irre war auch der TV-Beitrag in der Sendung „Capriccio“ im Dezember 2024.

Durch den bin ich tatsächlich zum ersten Mal auf euch aufmerksam geworden!

Florian: Das Interview mit dem Autor des Beitrags Henning Biedermann fanden wir wirklich toll, weil er sich im Detail für uns und unsere Musik interessiert und durchaus auch kritische Fragen gestellt hat.

Gibt es eigentlich einen bestimmten Song auf euren drei CDs, das für euch eine besondere Bedeutung hat?

Andreas: Bei mir tatsächlich „Nau“, weil es das erste Stück in unseren Konzerten ist. Ich merke an der Interpretation dieses Songs bereits, wie es an dem jeweiligen Konzertabend läuft und wie wir aufeinander eingestellt sind.

Nathanael: Ich liebe es, „La Fleur“ zu spielen: Weil das Stück relativ zu Beginn unserer Konzerte zu hören ist und ich spüre, dass die Leute danach richtig bereit sind für unsere Musik.

Welche Rolle spielt Social Media für euch als Band? Ich habe selten einen individueller gestalteten Instagram-Kanal einer Band gesehen, als euren.

Andreas: Darum kümmere ich mich tatsächlich selbst. Ich finde Social Media einfach eine wunderbare Möglichkeit für eine Band, die eigenen Fans mit durch unseren Konzert- und Probenalltag zu nehmen. Auch ähnlich wie alles andere gab es auch für unseren Instagram-Kommunikation keinen festen Plan im Voraus.

Sehr bewundernswert, dass du dich um diesen Bereich auch noch kümmerst. Schließlich hat man gerade an Konzerttagen ja auch noch genug andere Aufgaben.

Andreas: Dafür spiele ich mich nicht ein vor den Konzerten (lacht).

Für die Produktion eurer Videos wie zuletzt im ägyptischen Museum arbeitet ihr aber wahrscheinlich jedes Mal mit einem Videografen zusammen, oder?

Florian: Nein, auch darum kümmern wir bzw. ich uns selbst. Alles was den Bereich Grafik, Homepage und Video angeht, liegt in meiner Hand. Ich wollte früher tatsächlich einmal Fotograf werden – irgendwie kam dann die Tuba dazwischen… Beim Thema Booking haben wir übrigens ebenfalls beschlossen, diesen Bereich nicht aus unserer Hand zu geben. Das mag für den ein oder anderen Veranstalter merkwürdig wirken, wenn wir ihm selbst als Band antworten: Aber so behalten so die volle Kontrolle über das, was wir tun.

Gibt es eigentlich bestimmte Ideen oder Wünsche von euch in Bezug auf die Weiterentwicklung von MaxJoseph in den kommenden Jahren? Oder lasst ihr euch lieber treiben und schaut, wo es für euch hingeht?

Andreas: Ich finde es am wichtigsten, dass wir weiterhin so viel Freude beim gemeinsamen Musizieren auf der Bühne haben.

Florian: Es gibt keinen festen Karriereplan, aber wir wollen natürlich weiterhin so präsent auf der Bühne sein, wie wir das im Moment sind. So reizvoll es ist, größere Locations zu bespielen: Für unsere Art von Musik sind die kleinen bis mittelgroßen Bühnen noch idealer, weil man da einen direkten Draht zum Publikum aufbauen kann.

Georg: Ich finde es toll, dass alles bei uns in den vergangenen Jahren auf eine so gesunde Art und Weise gewachsen ist. Als Persönlichkeit hat man da total mitwachsen können – wenn es so weitergeht, dann fände ich das sehr schön.


Mehr Informationen über Maxjoseph und die nächsten Tourtermine: 

https://www.maxjoseph.de/

Facebook @Maxjosephband Instagram @maxjoseph_music, YouTube @maxjoseph_music

Mehr Informationen über die weiteren Projekte der Musiker: 

https://www.florianmayrhofer.com/
https://www.schorschiunterholzner.de/projekte
https://www.klavierschule-muenchen.de/geigenunterricht-in-m%C3%BCnchen/geigenunterricht-bei-nathanael-turban/

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