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Adventsgeflüster #22: Ein literarisches Feuerwerk von László Branko Breiding

Wenn ich an meine erste Begegnung mit dem Schauspieler László Branko Breiding denke, werde ich sehr wehmütig: Sie fand Anfang März 2020 im Rahmen der Berlinale in einem damals noch belebten Café am Potsdamer Platz statt.

Über Instagram lernte ich László, der vor seinem ersten Theaterengagement am Nationaltheater Mannheim von 2014 bis 2017 an der Otto-Falckenberg-Schule in München Schauspiel studierte, im vergangenen Jahr kennen.

Geboren 1994 in Karlsruhe, begann László 2007 im Jugendclub des Badischen Staatstheaters Karlsruhe zu spielen und war dort 2012 in der Produktion »Der Gastfreund / Die Argonauten« (Regie: Mareike Mikat) und 2013 in »Alice« (Regie: Daniel Pfluger) zu sehen. Mit der Uraufführung von »Homevideo « (Regie: Laura Huonker) am Stadttheater Baden-Baden wurde er 2014 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Paralle zu seiner Schauspielausbildung, die er im selben Jahr in München begann,  arbeitete er mit Stefan Pucher in der Inszenierung »América« und mit Alexander Giesche für die Inszenierung von »8 ½ Millionen« an den Münchner Kammerspielen zusammen.

Ich durfte László zum ersten Mal in Ulrich Rasches Inszenierung »Die Räuber« am Residenztheater München erleben, wo er die Figur des Roller übernahm. Eine bemerkenswerte Produktion, die zum 54. Berliner Theatertreffen eingeladen wurde.

Daraufhin gastierte László 2018 in der Inszenierung »Das große Heft« von Ulrich Rasche am Staatsschauspiel Dresden. Seit 2012 steht er auch regelmäßig vor der Kamera, beispielsweise 2014 für den internationalen Kinofilm »The Darling Buds of May« (Regie: Christian Carion) oder 2019 an der Seite von Sophie von Kessel in der ZDF-Produktion »Der Alte – Bild des Todes«. In diesem Jahr stand er unter anderem in Episodenhauptrollen für die TV-Serien »Blind ermittelt« und »Die Chefin« vor der Kamera.

Seit der Spielzeit 2018/19 ist László Branko Breiding festes Ensemblemitglied des Nationaltheater Mannheim – ein Haus, mit dem ich sehr positive Erinnerungen verbinde. Denn 2007 und 2009 durfte ich hier als Stipendiatin der Internationalen Schillertage den Kosmos Theater von vielen verschiedenen Seiten kennenlernen.

Eigentlich hätte ich László Ende September auf der Bühne des NTM in seinem Solo-Abend »Die Leidens des jungen Werther« brillieren sehen. Doch just an diesem Wochenende wurde ein Übernachtungsverbot in Baden-Württemberg für Reisende aus damaligen Risikogebieten innerhalb Deutschlands ausgesprochen.

 

Ich hoffe, dass ich den Mannheim-Besuch bald nachholen und László entweder als Werther, oder in Inszenierungen wie »Die Möwe«, »Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe« oder »Der Steppenwolf« auf der Bühne erleben kann.

© Christian Kleiner

© Charlie Casanova

Lieber László, wie gerne denke ich an unser Treffen in Berlin im Februar im Rahmen der Berlinale zurück! Ich freue mich, wenn wir uns im kommenden Jahr noch einmal für ein ausführliches Interview für meinen Blog treffen und ich danke dir sehr, dass du bei meinem Adventsgeflüster mit dabei warst! Was für ein Wahnsinnsauftritt war das heute mit deiner Lesung von „Das hier ist Wasser“ von David Foster Wallace – ich danke dir von Herzen und schicke dir liebe Grüße nach Mannheim!

P.S. Am Ende des Videos gibt es noch einen wunderbaren Gastauftritt von Charlie Casanova!

http://baumbaueractors.com/actor/laszlo-branko-breiding/

https://www.nationaltheater-mannheim.de/de/ensemble_detail.php?PID=3752

Instagram @laszlo.breiding


Vielen Dank für eure Spende für die Künstlerinnen und Künstler, die sich mit einem Beitrag an meinem Adventskalender beteiligen. Alle Infos zu meiner Spendenkampagne findet ihr unter:

https://www.betterplace.me/adventsgefluester-live

*Da es sich um eine private Spendenaktion handelt, kann ich leider im Anschluss keine Spendenquittungen ausstellen. Ich bitte um euer Verständnis!

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