20 Jahre radikal jung

Eine Instagram-Kritik zur Inszenierung „Türkisch Gold“ von Ebru Tartıcı Borchers, die am 23.07.2021 Premiere im Rahmen der Tiroler Volksschauspiele feierte.

Im November 2020 feierte der Schauspieler Jonny Hoff zusammen mit der Künstlergruppe punktlive in der vielbeachteten digitalen Theaterproduktion „werther.live“ Premiere. In den vergangenen Jahren war der Absolvent der Folkwang Universität der Künste unter anderem in den Inszenierungen „Die Verdammten“ und „Das Internat“ des Regisseurs Ersan Mondtag am Schauspiel Köln und am Theater Dortmund auf der Bühne zu erleben. Ein Zoom-Interview über digitales Theater, die Verwirklichung eigener künstlerischer Visionen, Sarah Kane und Selbstkritik.

„Wer wir gewesen sein werden“ ist einer der ergreifendsten Liebesfilme, die ich je gesehen habe. Gerade feierte der Dokumentarfilm des Regisseurs Erec Brehmer und seiner Freundin Angelina Zeidler seine Weltpremiere im Rahmen des diesjährigen DOK.fest München. „Wer wir gewesen sein werden“ handelt von Angi, die im März 2019 mit nur 29 Jahren bei einem Autounfall verstarb. Und von ihrem Freund Erec und seinem Weg der Trauerbewältigung.
Ein Gespräch mit Erec Brehmer über Angi, die Arbeit an seinem sehr persönlichen Film, das System Beziehung und ein ganz besonderes Fachbuch der Chirurgie.

Seit dreißig Jahren inszeniert die Musiktheaterregisseurin Andrea Schwalbach sehr erfolgreich an den großen Opernhäusern in Deutschland und im europäischen Ausland. Zum heutigen Internationalen Frauentag habe ich mit ihr über ihren Wunsch, mehr Werke von Komponistinnen auf die Bühne zu bringen, gesprochen. Ein Interview über Quoten, den „weiblichen“ Blick und männliche Förderer.

Eine beeindruckende Theaterinszenierung einer jungen Regisseurin in bewegten Zeiten: Am 15.01.2021 feierte Ebru Tartıcı Borchers Premiere mit ihrer Interpretation von Heiner Müllers „Die Hamletmaschine“ am Theater im KunstQuartier in Salzburg. Das FS1 Freie Fernsehen Salzburg präsentiert die Aufzeichnung ihrer Inszenierung nun auf Youtube.

Er zählt zu den derzeit spannendsten Nachwuchsdramatikern und -regisseuren im deutschsprachigen Raum und machte in den vergangenen Jahren mit Stücken wie Ostwind oder mit Inszenierungen wie Frau F. hat immer noch Angst auf sich aufmerksam: Theater hat für den Autoren und Regisseur Emre Akal vor allem etwas mit Gemeinschaft, mit Teilhabe und dem Nachdenken über bestehende Strukturen zu tun. Im November 2019 rief er zusammen mit der Dramaturgin Antigone Akgün und einigen Mitstreitern das Projekt „Ayşe X Staatstheater“ ins Leben, mit dem die Theatermacher ihre Vision von einem Staatstheater der Zukunft verwirklichten. Ein Gespräch mit Emre Akal vor dem Blauen Haus der Münchner Kammerspiele über sein Theaterverständnis, Neuperlach und seine Verbindung zur türkischen Kultur.

Gerade als der Regisseur Marcel Kohler mit dem Abschlussjahrgang des Studienfachs Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie August Everding die Proben zu seiner Inszenierung von Thornton Wilders Wir sind noch einmal davongekommen beginnen wollte, machte der durch die Coronakrise bedingte Lockdown seine Pläne zunichte. Kurzerhand beschloss Kohler, diese einmalige Ausnahmesituation für ein theatrales Experiment zu nutzen und erarbeitete die Inszenierung mit seinen Schauspielern per Videokonferenzen. Am 16.04.2020 feierte die Produktion online Premiere und wurde live aus den Wohnungen der Spielerinnen und Spieler gestreamt. Ein paar Gedanken zu einem außergewöhnlichen Theaterabend.

Heute startet ein Film in den deutschen Kinos, der sich in einer außergewöhnlichen Art und Weise mit den Themen Weiblichkeit, Schönheit und Leistungsdruck auseinandersetzt: All I never wanted. Mit einer klugen Mischung aus Humor, Tragik und Selbstironie blicken die Dokumentarfilm-Regisseurinnen Annika Blendl und Leonie Stade in ihrem ersten Langspielfilm hinter die Kulissen des Showbusiness und der Modebranche.
Ein Interview mit zwei spannenden Regisseurinnen über Heinrich Heine, Äußerlichkeiten, die bewusste Entscheidung für den Dokumentarfilm und die eigene Selbstverantwortung.

Ihr Film 3 Tage in Quiberon sorgte bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2018 für Furore: Sieben Lolas gewann Emily Atefs Drama über drei außergewöhnliche Tage im Leben des Weltstars Romy Schneider – unter anderem für die beste Regie. Ein Gespräch im Rahmen des Filmfest München 2019 über Berlin und München, Feministinnen, das Regiestudium und die Zusammenarbeit mit Schauspielern.